Bei Meister Irnfritz geht die Planung nun voll in Richtung 1. Klasse, bei Jaromir Chocholac stehen die Zeichen nach ersten Gesprächen weiterhin auf Karriereende. Trainer Manuel Fettinger hatte für seinen Schützling aber vollstes Verständnis: „Er ist jetzt 24 Jahre alt und hat große Probleme mit seinem Knie, das gehört einfach gerichtet.“ Bei ihm werde man sich laut Fettinger um einen adäquaten Ersatz umsehen, ansonsten wird sich der Kader kaum verändern: „Wir sind in gut aufgestellt und daher sollen in der 1. Klasse auch die Leute spielen, die an diesem Aufstieg beteiligt waren.“ Fettinger erwartet nach dem Aufstieg eine Liga mit guten Mannschaften, im ersten Jahr wird der Klassenerhalt angestrebt.
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17:30, Windigsteig vs. Irnfritz – 1:4 (1:2) Details…
Nach dem zweiten 4:1-Sieg in Folge gegen ein Top-Team aus dem Bezirk Waidhofen darf sich Irnfritz über den Meistertitel freuen.
Vor dem Spiel war die Lage klar: Gewinnt Irnfritz sein Spiel in Windigsteig, ist die TSU aus eigener Kraft Meister. Aufgrund des Unentschiedens von Thaya in Allentsteig hätte sich Irnfritz gegen Windigsteig sogar eine Niederlage leisten können – die Fettinger-Elf ließ aber gar keine Zweifel aufkommen und sicherte sich nach dem 4:1 über den Dritten Groß-Siegharts nun mit dem selben Ergebnis gegen den Vierten Windigsteig den Meistertitel.
Die Mission Titel begann für die Gäste auch recht erfolgreich: Bereits nach acht Minuten konnte Bernhard Blümel vom Sechzehner abschließen, David Hruby hatte im Kasten des SVW keine Chance. Gleich darauf hätte Patrik Isak eigentlich auf 2:0 stellen müssen – der zweite Treffer blieb aber aus. Dann beteiligte sich auch Windigsteig offensiv an der Top-Partie: Patrick Smejkal konnte aus gut 20 Metern allein abschließen – die Kugel wurde von Petr Liska unhaltbar zum 1:1 abgefälscht.
Immer wieder Liska – doch Irnfritz entscheidet das Spiel
Windigsteig war nun super drin in der Begegnung, Liska setzte wenige Minuten nach dem Ausgleich einen Kopfball knapp über den Kasten. Dann war wieder Blümel am Zug – erneut traf der Irnfritzer vom Sechzehner genau neben die Stange zur neuerlichen Führung in die Maschen. Hruby verhinderte vor dem Seitenwechsel das 3:1 für die TSU und damit eine frühe Vorentscheidung.
Diese fiel dann aber knapp nach Wiederbeginn: Milan Musil spielte noch einen Windigsteiger Verteidiger aus, ehe er die Kugel überlegt neben Hruby vorbeischieben konnte. Christoph Hummel konnte sich dann bei einem erneuten Kopfball von Liska auszeichnen, im Finish scheiterte auch Andreas Steininger am Irnfritzer Schlussmann. Kurz vor Schluss machte Michael Winkler dann den Deckel drauf – Irnfritz krönte eine sensationelle Saison mit dem Gewinn der Meisterschaft!
Am letzten Spieltag fällt die Entscheidung in der Meisterfrage – bleibt Irnfritz vorne oder schiebt sich Thaya doch noch nach oben?
Spannender hätte man das Drehbuch nicht schreiben können, denn erst am 22. und damit letzten Spieltag entscheidet sich das Meisterrennen in der 2. Klasse Waldviertel Thayatal. Zwei Teams haben noch rechnerisch die Chance, den Titel zu holen: Irnfritz geht als Tabellenführer und großer Favorit in die letzte Runde, Thaya muss dagegen auf ein Wunder hoffen, um am Ende doch noch ganz oben stehen zu dürfen.
THAYA HOFFT AUF „WEIHNACHTEN UND OSTERN“
Irnfritz kann den Titel aus eigener Kraft am Samstagabend in Windigsteig fixieren. Große Hoffnungen machte sich Thaya-Schriftführer Rainer Neuwirth deswegen keine mehr: „Wenn Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen, haben wir noch eine Chance – wir machen uns keine Illusionen mehr, denn Irnfritz gewinnt zu hundert Prozent in Windigsteig.“ Irnfritz-Trainer Manuel Fettinger zeigte sich fokussiert auf den großen Tag: „Die Jungs wissen, was sie jetzt zu tun haben – natürlich ist der Meistertitel ein Thema innerhalb der Mannschaft, ich muss meine Spieler aber gar nicht zu sehr bremsen.“
Kurze Aufzählung der Szenarien: Sollte Thaya gegen Allentsteig nicht gewinnen, steht Irnfritz als Meister fest – Thaya hat zwar nur einen Punkt Rückstand, dafür aber die eindeutig schlechtere Tordifferenz. Wenn Thaya gegen Allentsteig gewinnt, muss auch Irnfritz drei Punkte holen, um sich mit den drei Punkten wieder nach vorne zu schieben.