Neustart erst im Mai

Gute Nachrichten für Amateursportler sind rar gesät im Winter 2021. Die Pressekonferenz, die die Bundesregierung am Montagabend nach den Beratungen mit den Landeshauptleuten und Gesundheitsexperten abgehalten hat, macht da keine Ausnahme. Die Lage sei „sehr volatil“, die Auswirkungen der Handels- und Schulöffnungen auf das Infektionsgeschehen seien noch nicht abschätzbar – Bundeskanzler Sebastian Kurz (VP) sieht Spielraum für Öffnungsschritte „frühestens rund um Ostern“. Bis dahin gelte es die Infektionszahlen „möglichst stabil zu halten“.

Neben den Massentests werde auch das Wetter mithelfen, sagt der Kanzler. „Wenn sich das Leben wieder mehr im Freien abspielt, sind Lockerungen eher umsetzbar.“ Damit sind die mit 1. März erhofften Öffnungen im Nachwuchstraining etwa beim Fußball vom Tisch. Auch wenn Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) sich das „genau anschauen“ möchte. Am 1. März soll die nächste Beratungsrunde stattfinden. Ludwig räumt ein: „Es ist schwer einzusehen, dass Kinder, die ohnehin in der Schule getestet werden, nicht am Nachmittag gemeinsam Fußball spielen können.“

Mehr als „Restekick“ ist kaum mehr möglich    

Unter Verweis auf die Tests, die ab Anfang März auch fürs heimische Wohnzimmer zur Verfügung stehen, hatten die Teamsportverbände zuletzt vehement die Trainingsfreigabe gefordert. Diese wäre auch die Voraussetzung, um einen „Fahrplan“ Richtung Meisterschaft zu entwickeln. Fünf Wochen Trainingszeit hatte der NÖ-Fußballverband als „Vorlauf“ festgelegt, um die ersten Nachtragsrunden spielen zu können.

Nach dem Status quo bedeutet das: Bei grünem Trainingslicht im „Best Case“, also mit Anfang April, wäre das Wochenende 8./9. Mai der frühestmögliche Termin für ein Meisterschafts-Comeback des NÖ-Unterhauses. Zu spät in jedem Fall, um an ein reguläres Meisterschaftsende mit Hin- und Rückrunde überhaupt denken zu können. Bei einem Neustart am zweiten Maiwochenende könnten wohl nur die im Herbst ausgefallenen Partien nachgetragen werden. Sie haben laut NÖFV auch „Vorrang“. Gelingt‘s, wenigstens die Hinrundenpartien über die Bühne zu bringen, kann die Meisterschaft (mit Auf- und Absteigern) gewertet werden. Wenn nicht Corona dazwischenfunkt.

Denn auf stark steigende Infektionszahlen müsse man reagieren, sagte Kurz am Montag. Ob er dann weitere Einschränken ausschließen könne? „Wir sind alle keine Hellseher…“

Quelle: NÖN-Horn

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